Die Gebäude im Städtli

Vor allem die Eigentümer und Bewohner der Altstadtliegenschaften entscheiden über die weitere Entwicklung des Städtlis. Sie bestimmen, wie sie seine historische Substanz pflegen und wie sie sie an die nächste Generation weitergeben.

Die Gemeinde schafft dazu den gesetzlichen Rahmen, der das Wertvollste der Städtli-Substanz bewahrt ohne ein Anpassen an die heutigen Lebensformen zu verhindern. Für diesen gesetzlichen Rahmen hat das Forum diese Leitlinien erarbeitet.

Balkone und Terrassen

Balkone und vorgelagerte Terrassen wurden in der Vordergasse keine gebaut. In den Nebengassen gibt es nur wenige Ausnahmen. Das soll so bleiben.

Einzelne innenliegende Loggien auf der Südseite der Nebengassen sind in den Ökonomieteilen möglich.

Die ehemaligen Zwinghöfe können durch eingeschossige Anbauten mit Flachdach und Terrasse bebaut werden.

Die Dachlandschaft

Die Dachlandschaft ist noch weitgehend intakt und offenbart von aussen die Geschlossenheit des Städtlis. Bei vielen Häusern ist die Dachfläche grösser als die Fassadenfläche. Dachaufbauten wurden früher wenige gebaut. 

Jeder Eingriff verändert das Dach für immer und soll nur soweit verändert werden, wie dies für die Belichtung des Dachraumes unumgänglich ist.

Ein weiteres bestimmendes Gestaltungselement ist das verwendete Material. Es soll die ruhige Geschlossenheit der Dachlandschaft unterstützen. Bei Renovationen sollen möglichst viele der Dachziegel weiterverwendet werden.

Verein Forum Städtli Neunkirch 2017    Gestaltung und Text: H. Michel Neunkirch     Bilder: Archiv Koch bei R. Wessendorf, Schaffhausen, Kantonale Denkmalpflege, Schaffhausen, Forum Städtli Neunkirch     Quellen: W. Wildberger, Geschichte der Stadt Neunkirch 1917, Historisches Lexikon der Schweiz